Über Jessica

Über mich

Ich fange mit meiner Geschichte nicht in der Schulzeit an. Die war einfach schwierig und ist lange her. Nur so viel, ich passte nicht so richtig rein.

Mein Weg zur Malermeisterin

Es war immer klar, dass ich etwas machen wollte bei dem ich mich bewegen kann – und so bin ich im Handwerk gelandet. Meine Ausbildung zur Malerin war genau das richtige. Nach der Gesellenprüfung ging es sofort weiter mit der Meisterschule. Ich wollte mehr und ich konnte mir nicht vorstellen, dass das jetzt mein Leben sein sollte. Der Meisterbrief hat mich stolz gemacht, und ich hatte viel Anerkennung vom Außen. Doch was ich nicht berücksichtigt hatte – meine persönliche Entwicklung kam bei dem schnellen Tempo nicht mit. Ich blieb insgesamt 15 Jahre Angestellte Malerin bis ich es gewagt habe mich selbständig zu machen. Da kam die nächste Hürde. Sehr schnell war mein Auftragsbuch voll und ich brauchte Angestellte.

Überfordert als Führungsperson

Neuer Prozess: Es ist ein riesiger Unterschied ob jemand selbständig ist oder eine Führungsperson mit Angestellten. Das war ich nicht. Es kam, wie es kommen musste. Ich war komplett überfordert und hatte 16 Stunden Tage und das die gesamte Woche. Und alles nur aus einem Grund: Ich konnte nicht „nein“ sagen. Jede Arbeit habe ich angenommen aus Angst für meine Angestellten nicht genug Arbeit zu haben. Außerdem definierte ich mich weiterhin über die Anerkennung vom Außen. Ich stand super da. Das ich mich ganz und gar verloren hatte zeigte sich bald.

Nächster Schritt Psychotherapie

Ich bin unglaublich dankbar, dass ich noch in der Lage war zu handeln und vor allem den Mut hatte dieses zu tun. So landete ich bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie war eine Kundin von mir und hat genau gespürt was mit mir los war. Sie hat mich nicht rausgelassen ehe ich nicht einen Termin bei ihr gemacht hatte. Für mich war das alles nur Blödsinn und Zeitverschwendung, aber ich bin hingegangen. Ein halbes Jahr hat sie therapiert was sie konnte und ich habe da gesessen und gedacht:

Du kriegst mich nicht zum Heulen, du nicht.

Vipassana Seminar

Das ist natürlich ziemlich kontraproduktiv, führte mich jedoch zum nächsten Schritt. Die Heilpraktikerin empfahl mir ein Vipassana Seminar. Was ist das denn? Zehn Tage schweigen und meditieren. Oh mein Gott!

Ich schaute nach einem geeigneten Zeitpunkt und meldete mich an ohne eine Ahnung zu haben was auf mich zu kommt. Weder wußte ich wie ich sitzen sollte noch was ich da überhaupt machte.

Egal, am 6 Tag kam eine Erkenntnis bzw. eine Frage, die alles verändert hat:

Könnte es sein – nur einmal angenommen – dass auch ich wichtig und wertvoll bin?

Ich konnte mich wieder spüren

Das war´s. Ich konnte mich wieder spüren. Ab dem Zeitpunkt begann meine Reise. Ich habe vieles ausprobiert. Die Selbständigkeit habe ich erst einmal beendet. Es folgten viele Reisen, Wanderungen, viele Seminare und Ausbildungen. In dieser Zeit habe ich verstanden: Wir alle können ganz viele Dinge. Mein Weg führte mich zu Arbeiten in einem Bestattungsunternehmen, in Spanien war ich vegane Köchin in einer Yogaschule, ich habe Aroma-Massagen gegeben und Feng Shui Beratungen. Egal was ich gemacht habe – alles hat mich weiter gebracht und so ist es heute weiterhin. Ich probiere aus und lerne, hauptsächlich aus den eigenen Erfahrungen.

Empathische Malermeisterin

Seit einiger Zeit bin ich wieder als Malermeisterin selbständig. Jedoch ist es ganz anders als damals. Ich schaue auf die Menschen. Passen wir, der Kunde und ich, zusammen. Es ist so unglaublich wichtig, dass wir uns wohlfühlen und ein gutes Vertrauen zu einander haben.

Mein Anliegen heute ist es, alles ganzheitlich zu sehen.

Alles ist Energie. Wenn wir zu wenig Energie haben, sind wir ausgelaugt, müde und unsere Emotionen machen mit uns was sie wollen. Durch den Zufluss von mehr Energie habe ich die Kraft mehr auf mich zu achten, liebevoller mit mir umzugehen und mir selbst das zu geben was ich brauche.
Dafür braucht es gar nicht viel: Mut und die Bereitschaft.

Diesen Weg zu gehen war am Anfang nicht leicht, jedoch hatte ich keine Wahl und ich habe gelernt, dass es mit jedem Schritt leichter wird.